Es wurde Zeit fuer eine dreitaegige Halongbucht-Rundfahrt. Dabei scheinen wir langsam aber sicher den Neppern ein Schnippchen zu schlagen. Wir zahlen zwar immer noch mehr als andere, bekommen dafuer aber einiges geboten. Diesmal waren es die Privilegien einer schickeren Schiffskabine und ein Fuenf-Sterne-Hotelszimmer auf Cat Ba. Wenn man nicht damit rechnet eine ganz nette Ueberraschung.
Aber angefangen hat die Tour wie immer mit einer nervigen vierstuendigen Busfahrt. Am Hafen angekommen wollten wir schon gleich kehrt machen. Dutzende von Junks warteten auf Hunderte von Touristen. Nix von Individualtourismus, aber das kann man in Vietnam auch kaum mehr erwarten.
Alle unsere Sorgen von ueberfuellten Booten, permanente Party auf hoher See oder gar mehrere Junks in Reichweite waren innerhalb von Minuten verflogen als wir in See stachen. Wir standen mit sehr netten Australieren, Finnen, Daenen, Indonesiern und Duesseldorfern (nett trotz DDorf;-) auf dem Oberdeck des Bootes und liessen uns von dem Anblick der im Nebel gehuellten Kalksteinberge verzaubern. Die wohltuende Ruhe wurde nur durch das langsame Tuckern des Junkenmotors gestoert.

Kaum wieder unter Deck wurde die zwei Tage anhaltende Fressorgie mit kulinarischen Koestlichkeiten der Extraklasse gestartet. Diese Landschaft im Hintergrund, dieses Essen, diese Ruhe…ein Traum!

Nach dem Essen wurden die Zimmerschluessel verteilt und wir nahmen unsere schicke Kabine in Beschlag. Danach folgten zwei ereignisreiche Tage mit Grottenbesichtigungen, Kletter- und Dschungeltouren, Essen, Radfahren, Kajakfahren und Essen die am letzten Abend in einem sehr schoenen Hotel direkt an einer traumhaften Bucht beendet wurden.


Nach der Rueckfahrt wurden wir noch darauf hingewiesen fuer dieses Naturereignis als siebtes Weltwunder zu stimmen. Dem Ranking nach zu urteilen scheint dieses aggressive Bewerben Fruechte zu tragen;-)